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Patienteninformation

 

Liebe Patientin, lieber Patient

An den Spitälern Schaffhausen haben wir sowohl einen Akutschmerzdienst, als auch eine spezialisierte Schmerztherapie-Sprechstunde, in welcher sich Kaderärzte der Anästhesie, welche einen Fähigkeitsausweis in Interventioneller Schmerztherapie (SSIPM) haben Sie behandeln. Zudem bilden wir Schmerztherapeuten aus.
Wir möchten Ihnen nun hier ein paar Basisinformationen zur akuten Schmerztherapie mitgeben, speziell auch nach Operationen mitgeben.

Was ist Schmerz?
Schmerzen stellen primär ein Warnsignal für den Menschen dar. Sie werden ausgelöst durch unterschiedlichste Reize/Verletzungen und werden durch Rezeptoren über die peripheren Nervenbahnen und das Rückenmark an das Gehirn weitergeleitet, wo sie dann als Schmerz von uns Menschen wahrgenommen werden.

Jegliche Operation kann je nach Grösse des Eingriffs mehr oder minder starke akute Schmerzen auslösen. Teilweise bestehen Schmerzen aber auch schon chronisch im Vorfeld einer Operation und müssen dann passend behandelt werden.

Schmerz ist eine sehr individuelle Wahrnehmung jedes einzelnen von uns. Angst, Unsicherheit, Stress, soziale Komponenten und viele weitere äussere Einflüsse können die Schmerzwahrnehmung negativ beeinflussen.

Warum müssen Schmerzen gelindert/verhindert werden?
Schmerzen nach einer Operation sind nicht nur unangenehm, sondern können auch den Heilungsprozess negativ beeinflussen und mögliche Komplikationen provozieren.Hierzu zählen:

    • Kreislaufreaktionen mit erhöhtem Blutdruck und Puls
    • Erschwertes Abhusten mit Einschränkung der Lungenfunktion und der Gefahr einer Lungenentzündung
    • Störungen der normalen Magen-Darm-Funktion
    • Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) durch mangelnde Bewegung

Zudem besteht teilweise das Risiko einer Chronifizierung, wenn Schmerzen in der Akutphase nicht adäquat behandelt werden. Ein „wenig" Schmerzen nach einer Operation stellt jedoch eine ganz normale Reaktion des menschlichen Körpers dar.

 

Welche Arten von Schmerztherapien gibt es?
Es gibt verschiedene Behandlungsoptionen, welche im Rahmen des Aufklärungsgesprächs für die Narkose mit Ihnen besprochen werden. Der Narkosearzt erläutert Ihnen in diesem Gespräch, welche Option spezifisch für Sie beim jeweiligen Eingriff die beste ist. Bei vielen Operationen reichen postoperative medikamentöse Schmerztherapien in Form von Tabletten und Tropfen aus. Teilweise werden diese während der ersten 24 Stunden intravenös verabreicht. Bei Schwierigkeiten mit dem Schlucken oder gestörter Resorption im Magen-Darm-Trakt kann dies dann aber auch länger intravenös erfolgen.

Im Allgemeinen besteht die Therapie aus einer Basisanalgesie mit unterschiedlichen Nicht-Opioid-Analgetika, welche dann je nach Bedarf mit einer zusätzlichen, meist Opioid-Reserve supplementiert werden.

Bei grösseren Operationen und in speziellen Situationen bieten wir jedoch weitere Therapieoptionen:

    • PCA-Pumpe: Hierbei handelt es sich um eine intravenöse Schmerztherapie bei welcher Sie eine kleine Pumpe mit Bolusgeber am Bett haben. PCA steht für Patient-Controlled-Analgesia (d.h. auf Englisch patientenkontrollierte Analgesie), bei welcher Sie selbst je nach Bedarf sich die auf Sie abgestimmten Medikamente applizieren. Dies ist eine äusserst sichere Therapieoption, da Sie als Patient die Kontrolle darüber haben.
    • Periduralkatheter: Hierbei handelt es sich um einen sehr dünnen Schlauch, welcher hauptsächlich bei Operationen im Bereich des Bauches und des Brustkorbs eingesetzt wird. Dieser wird vor der Narkose unter örtlicher Betäubung am Rücken eingelegt und kann dann schon während der Operation und in den Tagen danach zur Schmerztherapie genutzt werden. Diese sind mit einer kleinen Schmerzpumpe versorgt, welche fix Medikamente abgibt. Zusätzlich können Sie sich bei Bedarf jedoch noch Boli selbst verabreichen über diese Pumpen.
    • Periphere Nervenblockaden und Katheter: Hierbei werden an den, das OP-Gebiet abdeckenden, Nerven unter Ultraschallkontrolle vor oder während der Operation sehr dünne Schläuche gelegt, bzw., eine einmalige Injektion von Schmerzmedikamenten durchgeführt. Vergleichbar mit dem oben erwähnten Periduralkatheter sind sie auch hier mit einer Schmerzpumpe versorgt.

 

Wie werde ich auf der Abteilung betreut?
Primär erfolgt die schmerztherapeutische Betreuung während der ersten 24 Stunden nach der Operation durch die Narkoseärzte. Anschliessend wird diese durch die behandelnden Kollegen der jeweiligen Kliniken übernommen. Sollten Sie jedoch mit einer invasiveren Schmerztherapie (PCA-Pumpe, Katheter usw.) versorgt sein, werden Sie täglich von spezialisierten Pflegekräften (Pain-Nurses) unseres Teams visitiert und bei Bedarf auch von unseren Narkoseärzten. Je nach Krankheitsverlauf werden diese invasiveren Therapien dann schrittweise reduziert und gestoppt.
Zudem führen wir bei Bedarf und auf Anmeldung der jeweiligen behandelnden Klinik im gesamten Spital Schmerzkonsilien durch.

 

Wie werden die Schmerzen erfasst?
Diese werden von den betreuenden Pflegenden, sowie uns Spezialisten mehrmals pro Tag erfragt. Hierbei wird eine Schmerzskala verwendet. Hierfür stehen zum einen Zahlenwerte, zum anderen auch eine visuelle Skala zur Verfügung. Bei den Zahlenwerten bedeutet Null kein Schmerz und Zehn bedeutet stärkster Schmerz.

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Je nach Schmerzmedikament und Therapieform können teilweise Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit, Verstopfung, Kreislaufreaktionen, Harnverhalt aber auch Übelkeit und Erbrechen auftreten. Auf diese wird bei den täglichen Visiten besonders geachtet. Die meisten lassen sich problemlos behandeln, teilweise ist aber auch eine Umstellung der Therapie notwendig.

 

Was kann ich selbst als Patientin bzw. Patient beitragen?
Bitte informieren Sie die Pflegenden frühzeitig, wenn die Schmerzen anfangen wieder stärker zu werden, dann ist es meist einfacher diese gut zu behandeln, solange noch keine Schmerzspitzen auftreten.
Zudem wichtig ist eine frühzeitige Mobilisation aus dem Bett, da dies auch zu einer Linderung der Schmerzen beiträgt und gleichzeitig zu deutlich weniger Komplikationen führt.

 

An wen kann ich mich wenden bei Problemen?
Primär sollten sie sich an die betreuenden Pflegenden sowie die behandelnden Ärzte ihrer jeweiligen Klinik wenden. Diese nehmen dann je nach Situation zeitnah mit uns Narkoseärzten Kontakt auf.
Wenn Sie eine erweiterte, intensivere Schmerztherapie mit den oben erwähnten Therapieoptionen haben, werden Sie täglich von einem Mitglied unseres Schmerztherapieteams visitiert.

 

Bei Fragen können Sie sich gerne an den aufklärenden Narkosearzt bzw. an unser Sekretariat wenden.

 

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